»die glaubwürdigkeit eines jeden engagements für die umwelt steht und fällt deshalb mit der haltung zur frage der veganisierung und lässt sich auch am persönlichen verhalten messen.« christian vagedes in: veg up. die veganisierung der welt, kapitel »vegan ist das wahre grün«, seite 259, kiel 2011

 

 

überwiegend auf das konto der nichtveganen landwirtschaft bzw. der (aus)nutzung von tieren gehen:

die zerstörung des regenwaldes

der regenwald wird gerodet, um auf den leeren flächen futtermittel anzubauen und weitere rinderherden dort anzusiedeln.

 

die überdüngung und belastung der umwelt durch chemikalien

umweltzerstörende überdüngung und belastung der umwelt durch den einsatz von chemie sind resultate des anbaus von tierfuttermitteln für die masttiere in der westlichen welt.

 

die vernichtung der letzten welttrinkwasservorräte und wasserverschwendung

durch den anbau der futtermittel und durch die tiermast sind unsere trinkwasservorräte massiv belastet. wenn wir die trinkwasservorräte schützen wollen, dann müssen wir unser ernährungs- und konsumverhalten veganisieren. hinzu kommt die verschwendung von wasser. für ein kilo käse oder rindfleisch werden bis zu 16.000 liter wasser verschwendet. im vergleich dazu werden für die meisten veganen lebensmittel nur einige hundert (!) liter wasser pro kilo benötigt.

 

die gentechnik und der anbau gentechnisch manipulierter sorten

europa ist nicht dazu in der lage, seine (aus)nutztiere selbst mit proteinreichem futter zu mästen. deshalb importiert es soja und mais. vor allem aus dem regenwald. während man in europa mehrheitlich die gentechnik ablehnt, fördert jeder verbraucher sie, indem er nichtvegane produkte konsumiert. denn diese sind heute ohne gentechnik gar nicht mehr möglich. wer gegen gentechnik ist, muss logischerweise vegan werden.

 

das leerfischen der meere

mittlerweise wissen wir, dass es keine »nachhaltige« fischerei geben kann. es gibt zwar viele vermarktungsbemühungen, aber außer marketing ist an den versprechen fast nichts dran. in vielen ländern sind alternative »aquakulturen« längst zusammengebrochen. derweil werden die weltmeere weiterhin brutal leer gefischt. auch mit hilfe von eu-fangflotten, die wie »staubsauger« die meere nach letzten fischbeständen abfischen. außerdem werden – wie in afrika und asien – auf brutale weise monokulturen geschaffen und mittels chemie werden gigantische biotope vernichtet. beispiele: die pangasiuslüge und die reportage rund um den viktorisasee zeigen die wirklichkeit hinter der angeblich nachhaltigen fischerei:

 

 

die zerstörung des klimas

über ein viertel der klimabelastung geht allein auf das konto der tier(aus)nutzung. vermutlich hindert uns im moment auch noch der omnipräsente einfluss der chemie- und pharmaindustrien noch davor, dass wir den klimaschutz nicht genau dort umsetzen, wo uns das am einfachsten gelingen könnte: nämlich beim täglichen konsum von nahrungsmitteln. den größten beitrag für mehr klimaschutz leisten veganer. milchprodukte verursachen im vergleich übrigens insgesamt sogar noch mehr co2-äquivalente schadstoffemissionen als fleisch. deshalb ist eine der wichtigsten und leichtesten lösungen für die »menschenverursachte klimaveränderung« vor allem die umstellung auf eine vegane lebensweise.

 

bodenerosion und verwüstung trotz knapper landfläche

bedingt durch den aggressiven raubbau, der weltweit durch den anbau von futtermitteln und den extremen einsatz von chemikalien in der landwirtschaft stattfindet, werden immer mehr wüstenlandschaften hinterlassen, auf denen nichts mehr wächst. es kommt zur erosion der böden, zur verwüstung vormals wertvoller ackerflächen. dabei beträgt die für den ackerbau zur verfügung stehende landfläche schon jetzt nur 11 prozent.

 

artensterben

auch das artensterben ist in erster linie ein produkt der nichtveganen landwirtschaft. denn durch die aggressive schaffung von immer mehr monokulturen haben zahlreiche arten keine überlebenschance.

 

landflächenverschwendung

das worldwatchinstitute hat berechnet, dass in den usa ca. 16.000 quadratkilometer landwirtschaftlicher fläche genutzt wird, um pflanzliche nahrungsmittel anzubauen, während 230.000 quadratkilometer heu für (aus)nutztiere eingesetzt werden.

 

feinstaub

ein großes tabu ist die belastung der atemluft durch feinstaub. für die usa liegen zahlen vor: die luftbelastung durch die tier(aus)nutzung ist um 130 mal höher als durch die luftbelastung, die durch alle anderen von menschen verursachten luftbelastungen ausgehen. angeblich, so wurde der veganen gesellschaft deutschland e.v. neulich zugetragen, soll die lungenkrebsrate in den regionen rund um das südoldenburger land (hier konzentriert sich die tier(aus)nutzung intensiv) höher sein als in den übrigen regionen deutschlands.

 

 

 

sind die hier genannten zusammenhänge »übertreibungen«? wenn die aussagen stimmen, warum unternimmt niemand etwas dagegen?

die aussagen stimmen, aber sie berühren das bisherige alltagsverhalten. die tatsachen betreffen auch diejenigen, die für die informationen, mit denen wir über medien »versorgt« werden, mitverantwortlich sind. journalisten, politiker, richter, verwaltungsbeamte wurden seit ihrer kindheit auf den nichtveganen konsum konditioniert. wir leben in einer hochgradig nichtveganen gesellschaft.

 

gesellschaftliche veränderungsprozesse brauchen ebenso zeit, bis sich ihre notwendigkeit herumspricht wie neue wissenschaftliche erkenntnisse

einige schlüsselindustrien erwirtschaften ihre profite überwiegend durch die (aus)nutzung von tieren. diese üben wiederrum einfluss auf entscheidungsträger aus, die von ihnen teilweise wirtschaftlich abhängig sind. diese abhängigkeiten sind in jahrzehnten systemische »selbstläufer« geworden. wir müssen die gesellschaft erst schrittweise verändern. dies gelingt nur über die schaffung von bewusstsein und stärkung der alternativen.

 

bewusstseinswandel fördern und mit den verursachern in den dialog treten

im moment beobachten wir nicht nur einen mangel an einsicht, sondern auch das genaue gegenteil. was paradox erscheint, lässt sich durch die beobachtung historischer veränderungsprozesse in gesellschaften erklären. daher ist es wichtig, dass wir auch auf die verursacher einwirken und durch einladungen zu dialogen auch auf sie zugehen.

 

gesellschaftliche kommunikation verändern

die veganisierung ist eine herkulesaufgabe, die allerdings ebensowenig unrealistisch ist wie die abschaffung der sklaverei, die einführung des wahlrechtes von frauen und z.b. die einführung eines rauchverbotes an öffentlichen plätzen. sie wird insbesondere durch die schaffung von bewusstsein ermöglicht, das immer resultat einer veränderten gesellschaftlichen kommunikation ist.

 

umweltschutz geht nur vegan. auch dann, wenn es umweltschützern schwer fällt.

wirklicher umweltschutz »geht« nur vegan. das festhalten eines »umweltschützers« an nichtveganen konsumverhalten ist erklärbar und aufgrund seiner erziehung und seiner gesellschaftlichen konditionierung nachvollziehbar, in anbetracht der ernsten situation unseres planeten dagegen nicht mehr tolerabel. wer die umwelt tatsächlich und ernsthaft beschützen will, muss auch die ursachen für ihre bedrohung durch sein mitverursachendes konsumverhaltens anerkennen und dann sein persönliches verhalten an die erfordernisse anpassen.

 

bitte fördern sie unsere arbeit

bitte unterstützen sie aus den genannten gründen daher unsere arbeit durch ihre zuwendung. aus unserer sicht gehört die kommunikation für eine freidliche veganisierung der gesellschaft und ihre untersysteme, was nur durch kommunikation gelingt, zu den primärsten aufgaben, vor denen wir heute stehen.