Vegan zu leben ist heutzutage sehr einfach, sehr lecker, unkompliziert, für ein langes, gesundes und vitales leben sehr hilfreich – und für die Zukunft unseres Planeten von entscheidender Bedeutung. Und ganz sicher gilt auch: Wo ein Wille, ist auch ein Weg … Eine stetig wachsende Zahl von millionen vegan lebender menschen weltweit zeigt, dass man alltäglich und ohne kompromisse konsequent vegan leben kann. je mehr menschen dieses tun, um so näher kommen wir einem friedlicheren zustand auf unserem Planeten, der überhaupt erst ein überleben seiner Bewohner ermöglicht … die Veganisierung unserer welt zur Abschaffung der unbeschreiblichen grausamkeiten gegen die so genannten “Nutz”tiere – und dem damit eng verbundenen Erhalt unserer eigenen Lebensgrundlagen hat gerade erst begonnen!

zunächst klingt für manchen alles vielleicht auch nach verzicht – das gegenteil ist jedoch letztlich der fall. unzählige erfahrungsberichte zeigen: der gewinn für das ganze leben wiegt letztlich viel größer. Die Entscheidung für ein veganes Leben gleicht einer, zumeist tief das Innerste berührenden, spannenden Entdeckungsreise: für ein bewussteres Leben mit mehr lebensfreude für sich und seine familie. Die unendliche Vielfalt der veganen Welt zu entdecken, macht eben nicht nur Freude – sie ist auch sehr aufschlußreich: denn praktisch täglich gibt es mehr zu entdecken, sei es, neue Rezepte, neue Ideen oder neue Erkenntnisse (z. B. welche Lebensmittel und Inhaltsstoffe eben nicht vegan sind und welche Alternativen es hierzu gibt …)

Zumeist ein ganzes leben lang (meist von geburt an) antrainierte unbewusste Ernährungsgewohnheiten werden mit der Entscheidung für einen veganen lifestyle durch ein damit verbundenes sehr bewusstes ethisches Handeln bzw. Entscheiden beim Konsum ausgetauscht. Was gibt es Schöneres?!

wer konsequent vegan lebt, wählt anstelle sämtlicher Produkte, die tierliche inhaltsstoffe enthalten, tierfreundliche vegane Alternativen ohne jegliche Bestandteile von lebenden (und zumeist unter grausamem bedingungen ausgebeuteten) oder getöteten Tieren.

nahrungsmittel

fleisch- und wurstwaren, milch und molkereiprodukte, eier, fisch, “meeresfrüchte” und honig werden konsequent gemieden oder ebenso konsequent durch vegane produkte ausgetauscht. es gibt längst viele vegane fleisch- und wurstalternativen oder neue vegane produkte mit und aus tofu oder weizeneiweiß. ebenso gibt es viele sorten verschiedener pflanzenmilch-produkte. eier werden für die meisten rezepte, in denen sie angegeben sind, überhaupt nicht benötigt. Tipp: da wo nötig, reicht schon pro ei ein esslöffel sojamehl (vermengt mit 3 Esslöffeln Flüssigkeit: Wasser , Soja- oder Hafermilch). In veganen online-shops sind zudem eine Vielzahl natürlicher veganer ei-alternativen (Fertigmischungen, z. b. “no egg”) zum backen und kochen erhältlich.

nicht nur Produkt-hauptinhaltsstoffe sind für den veganen alltag von bedeutung. auch – und gerade – viele versteckte inhaltsstoffe möchten die meisten vegan lebenden Menschen natürlich vermeiden. konsequent vegan lebende menschen achten daher sehr genau auf die zutatenlisten.

hier ein erster guide, den wir ab sofort ständig erweitern werden:

gelatine

gelatine wird aus knochen, knorpeln und anderen “resten” von tierleichen hergestellt. sie ist hauptbestandteil von nicht-veganen gummibärchen und manchmal in nicht-veganen joghurts vorhanden, aber auch in anderen nahrungsprodukten kommt gelatine vor. manche säfte werden immer noch mit gelatine geklärt, ebenso weine. es lohnt sich sehr, in den spezialisierten vegan-foren (z. b. www.vegan.de) sich genau zu erkundigen oder entsprechend die produktnamen vor dem kauf in die suchmaschine einzugeben. meistens wird man fündig.

leder, pelze und borsten

leder ist längst nicht mehr nur ein abfallpodukt der fleischproduktion. aufgrund der steigenden weltweiten nachfrage, werden heute mehr tiere denn je dafür getötet. mit fleisch ist kaum noch geld zu verdienen, mit leder schon eher. deshalb vermeiden veganer unter allen umständen, produkte zu kaufen oder welche zu nutzen, die aus oder mit leder hergestellt worden sind. schon jetzt merken die schuh- und taschenverkäufer, dass es eine stark anwachsende zielgruppe neuer käufer gibt.

auch beim einkauf von pinseln und bürsten aller art achten vegan lebende menschen auf die herkunft. leder ist aus sicht der veganen ethik ebenso verwerflich wie pelze, zumal uns genügend andere materialien zur verfügung stehen, für die kein tier leiden muss. beim autokauf kann man sich für kunstleder, stoff oder alcantara entscheiden. auch in den luxusklassen tut sich etwas. immer mehr anbieter bemühen sich um edles veganes interieur.

wolle

warum keine wolle? auf den ersten blick sieht es so aus, als ob wolle ein harmloses produkt ist, weil dafür theoretisch kein schaf leiden muss. aber wenn man einmal genauer hinsieht, wird man feststellen, dass die wollindustrie ebenso wenig harmlos ist wie die eier- und milchindustrie. obwohl tiere wie “legehennen”, “milchkühe” und “wollschafe” (im gegensatz zu den meisten ihrer kinder) nicht direkt geschlachtet werden, leben sie ein in der regel leidvolles leben bis zu ihrem unvermeidbarem ende, der schlachtung.

wolle stammt von schafen, ziegen und manchmal von kaninchen. sie kann wolle, mohair oder kaschmir heißen. leider wird über diese industrie nicht so häufig geschrieben oder diskutiert wie über andere. viele menschen wissen nicht, dass die globale “schafzucht”-industrie misshandlung, schmerz und leiden für die tiere bedeutet. sie werden sehr häufig unmenschlich behandelt und sind zahlreichen qualen und brutalitäten ausgesetzt. den lämmern werden ohne betäubung die ohren gelocht, die schwänze kupiert und die männlichen lämmer werden in den ersten wochen ihres lebens ohne betäubung kastriert.

jedes jahr sterben hunderte lämmer bereits vor ihrer achten lebenswoche weil sie ausgesetzt werden oder verhungern. viele ältere schafe sterben durch krankheit, fehlende schutzhütten oder vernachlässigung.

jahrzehnte hat man den verbrauchern weismachen wollen, dass das scheren eines schafes ein menschlicher akt sei, um die tiere von ihrer woll-last zu befreien. das ist ein mythos. den schafen wächst gerade genug wolle, um sie zu bedecken, zu wärmen und zu schützen. nur durch den eingriff des menschen ist das wollwachstum durch ständiges scheren beschleunigt. in jedem frühling, nach der geburt der lämmer werden sie geschoren, noch bevor sie auf natürliche weise ihre winterwolle verlieren können. der zeitpunkt wird genau abgepasst, denn wenn zu spät geschoren wird, verliert die industrie wolle. schon in der hektik sterben viele schafe, weil sie zu früh geschoren werden. üblicherweise werden die scherer nach volumen und nicht nach stunden bezahlt, was noch weniger rücksicht auf das wohlbefinden der schafe zulässt.

in australien betreibt man das sogenannte “mulesing”, eine prozedur bei der man die schafe in die rückenlage zwingt, ihre beine zwischen metallstäbe klemmt und ihnen ohne jegliche schmerzmittel riesige streifen fleisch im bereich der hinterbeine und des schwanzes absäbelt. dies soll der einnistung von fliegeneiern vorbeugen. ironischerweise werden gerade diese entblößten und blutigen wunden von fliegen attackiert, die durch ihre larven zu infektionen unter der haut führen, noch bevor diese abheilen können.

vegan lebende menschen tragen und nutzen deshalb keine schafswolle. in den vergangenen jahren sind hochwertige vegane alternativen entwickelt worden. es gibt mittlerweile hanfwolle in allen farben, die sogar weicher und kuscheliger als schafswolle ist und überzeugend wärmt. je mehr menschen auf tierwolle verzichten, um so verbreiteter wird das angebot an alternativen.

seide

die industriell hergestellte seide tötet die seidenraupen kurz bevor aus der raupe ein schmetterling wird. damit ist seide eines der traurigsten kapitel. denn bevor neues leben entstehen kann, wird es gekocht.

knochenleim

zahlreiche produkte werden mit nicht-veganen klebstoffen hergestellt. selbst “hasenleim” kann als klebstoff genutzt worden sein. so z. b. in musikinstrumenten. im großen maßstab wird sich der umgang mit den tieren erst dann ändern, wenn man in jedem lebensbereich konsequent auf vegane produkte und herstellungswege achtet.

därme

manche saiten von musikinstrumenten (wie z. b. von geigen) werden auch heute noch aus därmen von tieren (unter anderem von katzen) hergestellt. der bogen einer geige etwa wird oft aus hengstschweifhaaren gemacht.

vorsicht farbstoff

“cochenille” ist als roter farbstoff in lebensmitteln zugelassen. findet sich in süßwaren, spirituosen und weiteren produkten. auch unter dem namen “e 120”. auch unter dem namen “karmesin” oder “echtes karmin” oder “marmoisin”.

fliegenklatsche und insektenkiller

vegan lebende menschen schlagen keine kleinstlebewesen tot. sie fangen fliegen und andere insekten vorsichtig mit lebendfängern und bringen die kleinen tiere in die freiheit.

(diese liste wird erweitert und aktualisiert. wenn du nicht-vegane produkte kennst, die in dieser liste erwähnung finden sollten, sende eine e-mail, danke!).